#moinmusic 001: Wie jetzt, London?!

Moin! Vielleicht habt ihr es schon über mein Instagram oder über die Social Media-Kanäle von Buntfink mitbekommen: Ich bin gerade in London! Wie es dazu kam und was ich da eigentlich mache, davon möchte ich euch nun ein wenig berichten.

Wien ist doch eine schöne Stadt. Wieso willst du denn da überhaupt weg?
Das stimmt! Wien ist toll und von weg wollen kann man eigentlich auch gar nicht sprechen. Ich hatte drei fantastische Jahre, habe liebe Menschen kennengelernt und viel für die Musik und fürs Leben gelernt. Nichtsdestotrotz erhält man manchmal Chancen, die vermutlich nicht so schnell wieder kommen. Und so habe ich mich entschieden mein letztes Studienjahr am Institute of Contemporary Music Performance (ICMP) zu absolvieren.

Das erste Mal in London gewesen bin ich 2010 und ich erinnere mich an eine Fahrt im London Eye und so manches Sandwich. Dass diese Erfahrung meine Liebe zu Subway begünstigt hat, die sich erst in Wien so richtig entfalten konnte, kann man nur mutmaßen. Auf jeden Fall ist mir vor allem eine Stadt in Erinnerung geblieben, die mich irgendwie begeistert hat. Vielleicht nicht ganz so schön wie der 1. Bezirk in Wien, aber doch mit einem ganz eigenen Flair. Und wenn ich jetzt aus meinem neuen Zuhause trete und links und rechts die typisch britischen Reihenhäuser sehe, dann spüre ich sie schon, diese ganz eigene Atmosphäre.

So richtig ins Rollen kam der Stein lustigerweise kurz nachdem ich in Wien gelandet bin. Meine dortige Uni, das Vienna Music Institute (VMI) hatte gerade eine Kooperation mit dem ICMP verkündet. Diese bietet uns die Chance neben dem Diplom- und meiner Lehrbefähigung noch einen Bachelor mit zu machen, den wir sonst so in Wien nicht bekommen hätten.

Relativ schnell war mir klar, dass ich das gerne machen möchte. Die Gründe liegen auf der Hand: London ist wohl eine der einflussreichsten Musikstädte der Welt. Außerdem haben sich meine All-Time-Heroes von “The Police” hier zusammengefunden. Und Drumlegende Keith Moon ist im selben Bezirk aufgewachsen, in dem ich nun lebe. Auch die legendären Abbey Road Studios sind gleich um die Ecke.
Dazu neue Connections, neuen Input und die Möglichkeit mein Englisch aufzupolieren.

Anfang März hatte ich dann meine Aufnahmeprüfung in London. Nachdem diese bestanden war, konnte es auch schon losgehen mit den Vorbereitungen, die sich dann doch wieder bis zuletzt zogen. In Gedenken an alle die mich gefragt haben, ob ich schon eine Wohnung habe als ich ihnen von London erzählt habe, hier ein Tipp falls du auch nach London möchtest: Wohnungssuche aus dem Ausland ist schwierig, kann sich ziehen und bringt jede Menge Stress und Papierkram mit sich. Falls du das also wirklich machen möchtest, erzähle am Besten keinem davon. Und falls ihr euch also schon gefragt habt, was ich diesen Sommer so gemacht habe, da habt ihr es.

Naja und dann habe ich Anfang September noch ein fantastisches Konzert mit Buntfink auf dem “Fest der Vielfalt” gespielt und durfte das erste Mal auf einem Ludwig Kit der 70er Jahre recorden (ein Traum!!). Mehr dazu sicher Mal an anderer Stelle, jetzt geht’s auf jeden Fall erstmal los mit dem Semester. Seid gespannt, tschüss und cheers, Lasse

__________

In seinem Blogformat #moinmusic nimmt euch Lasse Corus mit auf seine Reise durch die Welt der Musik, die ihn zurzeit nach London geführt hat. Euch erwarten spannende Geschichten aus dem Leben als Musiker, Einschätzungen zu Entwicklungen in der Musik und im Musikbusiness sowie jede Menge Einblicke in die Musikszene. Bleibt dran, jeden zweiten Mittwoch auf lassecorus.com. Wer hautnah dabei sein möchte sollte außerdem bei Instagram vorbeischauen.

By |2018-10-03T12:57:48+00:00Oktober 3rd, 2018|Allgemein|0 Comments

About the Author:

Leave A Comment